01.09.2026
TA Presseschau zur neuen Saison 2026/27
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Nachdem die neue Saison 2026/27 angelaufen ist, sprach Sportreporter Sebastian Fernschild in einem Interview mit unserem Präsidenten Matthias Springer über die Gegenwart und Zukunft im Verein und dem Spielbetrieb. Dabei titelte er in der Thüringer Allgemeinen Zeitung: „Das ist sportlich ein Verlust - Präsident Matthias Springer spricht über die Ziele von Eintracht Sondershausen, schmerzliche Abgänge und einen neuen Trainer."

Fast hätte es wieder Thüringenliga-Fußball in Sondershausen gegeben. Aber eben nur fast. Nach der Vizemeisterschaft in der Landesklasse hat der BSV Eintracht auf den Aufstieg verzichtet. Eine harte, teils unverständliche, aber wohl auch eine vernünftige Entscheidung.

Der personelle Umbruch in der Bergstadt geht Jahr für Jahr vonstatten und macht auch in diesem Jahr nicht Halt. Acht Spieler, teils aus dem eigenen Nachwuchs, sind zugekommen, vier haben den Verein verlassen. Wir sprachen mit Eintracht-Präsident Matthias Springer, der seit mehreren Jahren an der Spitze des Traditionsvereins steht und seit über 15 Jahren Vorstandsarbeit leistet, über die aktuelle Situation.

Man hat nach der Vizemeisterschaft nicht so viel vom BSV Eintracht gehört. Wie stellt sich der Verein für die kommende Spielserie auf?
In der Tat. Im Hintergrund wurde trotzdem sehr viel gearbeitet. Im Ergebnis gab es einige Abgänge. Diese schmerzen freilich. Positiv ist, dass jeder bei Eintracht ausgebildete Spieler, in den Männerbereich eingebunden wird. Sofern er das möchte. Darauf sind wir stolz und das ist unser primärer Weg. In den Landesklassekader wurden Edison Cermjani, Justin Sickel, Felix Dennstedt und A-Junior Phillipp Manhardt aufgenommen. Hinzu kommt Lukas Caspar, der vor einem Jahr einen Kreuzbandriss erlitten hat und somit seine erste Männersaison bestreitet. Weiterhin steht mit Franz Werth ein talentiertes Eigengewächs im Kader, das sich vorige Saison noch in der zweiten Mannschaft die ersten Sporen verdient hat. Auch Leon Ortlepp gehört nach Weltreise wieder zum Team. In den Kader des Kreisoberligateams sind Siar Naderi und Elias Zwirnmann aus den A-Junioren aufgerückt. Wir reden also nicht nur davon, die Spieler einzubauen, sondern machen es.

Wie sieht es mit externen Neuzugängen aus?
Hier haben wir vor allem für unser Kreisoberligateam eine Lücke schließen können. Mit Sebastian Gösel, Vitalli Vinnikov, Leopold Kammerer, Marvin Bärmann und Emil Mirzuiev kamen sowohl Rückkehrer als auch neue Spieler zum BSV. Damit ist der Kreisoberligakader breiter.

Und bei der Ersten?
Moritz Böse und Justin Blanke sind in das Landesklasseteam aufgerückt. Bedauerlich ist, dass wir viele Gespräche mit weiteren Spielern für die Erste geführt haben, jedoch vorrangig aus Entfernungs- und Aufwandsgründen nicht erfolgreich waren. Dazu kommen unterschiedlichste persönliche Gründe.

Sie sagten, dass die Abgänge schmerzen. Können Sie das konkretisieren?
Wir haben als Verein immer mit ein, zwei Sachen zu kämpfen. Der Weggang von Bohdan Unhuran ist sportlich ein Verlust, keine Frage. Damit geht ein Stück weit die Flexibilität im Angriff verloren. Aber auch die Personalie Clemens Petri war nicht erfreulich. Außerdem haben uns mit Kevin Gröger und Ramsan Meschidov weitere Spieler verlassen.

Inwiefern? Ist dort etwas vorgefallen?
Nein, das auf keinen Fall. Clemens Petri ist nach Hohenebra gegangen, ein Eintracht-Junge, der hier bei uns Perspektive in der ersten Mannschaft hatte. Aber sein Wille war der Weg nach Hohenebra (Kreisliga). Das müssen wir akzeptieren.

Gibt es einen neuen Trainer für die Kreisoberligamannschaft?
Wir haben in der letzten Zeit viele Gespräche geführt und sind auch fündig geworden. Rico Penthin wird ab sofort die Zweite betreuen. Ein junger Mann, der mit Ehrgeiz und der nötigen Lizenz die Mannschaft formen möchte. Darüber freuen wir uns sehr. Er hat im Nachwuchs bei Eintracht gespielt und kennt den Verein.

Was erwarten Sie für die neue Landesklasse-Saison?
Den zweiten Platz zu verteidigen, wird schwer. Wir gehen den Weg mit jungen Spielern aus unserem Nachwuchsbereich. Wenn man Spieler selbst entwickelt, muss man auch Fehler zugestehen und Rückschläge hinnehmen. Dessen sind wir uns als Trainerteam und Vorstand bewusst und wollen dennoch versuchen, gute Ergebnisse zu erzielen. Es bedarf Geduld. Mit Büßleben und den erstarkten Teams aus Siemerode und Mühlhausen wird die Spitze noch breiter und die Aufsteiger scheinen personell auch gut gerüstet. Insofern wird es in der Liga sehr ausgeglichen und interessant zugehen. Das obere Drittel, das ist unser Ziel.
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