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28.04.2026
Rückblick auf 35 Jahre Eintracht - Teil 2 zum Jubiläum am 30. April
Am Donnerstag begeht unser BSV Eintracht sein nunmehr 35. Gründungsjubiläum. Grund genug in einer vierteiligen Serie auf die bisherige Geschichte vom erfolgreichsten Fussballverein des Landkreises zu schauen.
Heute mit Teil 2 von den Jahren in Liga 4 bis zum zweiten Landesmeistertitel in den 2000er Jahren.
Mit dem neuen Jahrtausend begann die höchstklassige und zugleich prägendste Ära in der Geschichte des BSV Eintracht Sondershausen. In der Oberliga-Saison 2000/01 stand der Verein vor einer enormen Herausforderung, denn der Klassenerhalt war das klare Ziel. Trotz eines schmalen Kaders, der größtenteils aus regionalen Spielern bestand, gelang ein furioser Start: Vor rund 3.500 Zuschauern besiegte Eintracht sensationell Dynamo Dresden mit 1:0.
Auch im Pokal setzte die Mannschaft Akzente und erreichte nach Erfolgen unter anderem gegen Wacker Nordhausen das Halbfinale, wo man sich dem FC Rot-Weiß Erfurt geschlagen geben musste – bis heute einer der größten Vereinserfolge. In der Liga blieb es bis zum Schluss spannend: Trotz einer verlorenen Relegation sicherte letztlich ein Rückzug eines anderen Vereins den Klassenerhalt. Mit einem Zuschauerschnitt von über 1.100 Fans wurde diese Saison auch abseits des Platzes zu einem vollen Erfolg.
In den folgenden Jahren etablierte sich Eintracht in der Oberliga. Packende Spiele gegen namhafte Gegner sowie knappe Entscheidungen im Abstiegskampf prägten diese Zeit. Immer wieder gelang es, die Klasse zu halten – auch dank erfahrener Spieler wie Weißgärber oder Svejdik. Erst in der Saison 2004/05 endete diese Ära: Eine schwere Verletzungsserie und die verschärften Abstiegsregelungen führten schließlich zum Abstieg nach fünf Jahren.
Doch auch in der Landesliga blieb Eintracht ein ambitionierter Verein. Bereits 2005/06 gelang mit Platz drei ein starker Neustart, gefolgt von der Vizemeisterschaft 2006/07. Unter Trainer Olaf Glage entwickelte sich die Mannschaft zu einem offensivstarken Team, angeführt vom treffsicheren Sebastian Caspar, der mehrfach Torschützenkönig wurde. In den folgenden Jahren setzte der Verein konsequent auf den eigenen Nachwuchs, integrierte junge Spieler und stabilisierte sich im oberen Tabellenbereich.
Der Höhepunkt dieser Entwicklung folgte in der Saison 2009/10. Unter Trainer Thomas Stang formte sich eine eingespielte Mannschaft aus erfahrenen Leistungsträgern und talentierten Eigengewächsen. Spieler wie Daniel Menzel, Axel Duft und Sebastian Caspar bildeten das Gerüst, während junge Akteure wie Patrick Rothe oder Marcus Brunner entscheidende Impulse setzten. Im Angriff überzeugten Kevin Schenke und Sebastian Caspar, die sich mit jeweils 21 Treffern die Torjägerkrone teilten.
Sportlich dominierte Eintracht die Liga über weite Strecken. Nach der Herbstmeisterschaft behauptete die Mannschaft auch in der Rückrunde ihre Spitzenposition und sicherte sich am vorletzten Spieltag durch einen 1:0-Erfolg in Schmölln den zweiten Landesmeistertitel nach 2000.
Dieser Erfolg war vor allem das Ergebnis jahrelanger, konsequenter Nachwuchsarbeit: Ein Großteil der eingesetzten Spieler stammte aus den eigenen Reihen. Trotz des sportlichen Triumphs verzichtete der Verein bewusst auf den Aufstieg in die Oberliga – eine Entscheidung, die aus finanziellen Gründen und mit Blick auf die zukünftige Entwicklung getroffen wurde.
So bleibt das Jahrzehnt von 2000 bis 2010 als eine Zeit großer sportlicher Erfolge, kluger Entscheidungen und nachhaltiger Vereinsarbeit in Erinnerung – eine Phase, die den BSV Eintracht Sondershausen entscheidend geprägt hat.
Grafik: Meisterfeier nach dem Saisonfinale 2010 und dem zweiten Landesmeistertitel.