06.04.2021
30 Momente aus 30 Jahren - Teil 23: Rekord Akki - Axel Duft
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In 24 Tagen feiert der BSV Eintracht am 30. April seinen 30. Geburtstag. Wir nehmen dieses Jubiläum zum Anlass, euch die 30 prägendsten Momente der Vereinsgeschichte in Form von Berichten, Statistiken, Interviews, Bildern und Videos zu präsentieren. Heute mit Teil 23 und einem Interview mit einem Eintracht-Urgestein und unangefochtenen Rekordspieler Axel Duft.

Es war 1984, als sich der damals 6-jährige Axel Duft bei der Nachwuchsabteilung der BSG Glückauf Sondershausen anmeldete. Seitdem ist er aus dem Verein nicht mehr wegzudenken!

Nachdem der ehrgeizige Mittelfeldspieler im Juniorenbereich auf sich aufmerksam machen konnte, u.a. stand er in der Thüringer Nachwuchs-Landesauswahl (z.b. mit Robert Enke, Torsten Ziegner oder Frank Tanne), feierte Axel am 11. März 1995, wenige Tage nach seinem 17. Geburtstag, seinen Einstand in der „Ersten“ der Eintracht im Duell gegen den SC 1903 Weimar. Dies war der Beginn einer beispiellosen Karriere im Sondershäuser Fußball. Seine größten Erfolge waren die beiden Gewinne der Landesmeisterschaft 2000 und 2010 und die 5 Jahre Oberligazugehörigkeit. Als Vorbild im Einsatz und ständiger Motivator verpasste er nur wenige Spiele. Als er am 5. Juni 2013 unter großem Beifall auf dem Göldner, wieder hieß der Gegner Weimar, verabschiedet wurde, spielte Axel seine 19. Saison in der ersten Mannschaft! Zweimal half Axel in der Saison 2014/15 noch aus, bevor er am 7. März 2015 nach fast genau 20 Jahren sein letztes Spiel in Leinefelde bestritt. In Summe sind das nicht weniger als 570 Pflichtspiele und 128 Tore für den BSV Eintracht – ein Rekord für die Ewigkeit!

Nebenher engagierte sich Axel im Nachwuchsbereich und führte sein Team von den G - Junioren bis zum Spitzenteam auf Landesliganiveau der A - Junioren. Sein Trainerdebüt gab Axel Duft am 26. März 2016 als Übergangscoach, Gegner war natürlich der SC Weimar, bevor er zur Saison 2020/21 den Posten des Trainers im Landesligateam übernahm. Unglaublicher Fakt: In den 30 Jahren Vereinsgeschichte wirkte Axel damit an zwei Drittel aller Spiele als Spieler oder Trainer mit! Somit könnte man fast meinen: „Wer Eintracht sagt, meint Axel Duft“.
Natürlich stand Axel zu einem Interview bereit.

Axel, du stammst aus einer Fußball- Familie. Sicherlich war das der Grundstein für Deine lange Karriere?
Ja mein Vater hat Fußball gespielt und mein Bruder auch. Als ich laufen konnte, habe ich sie somit immer auf den Sportplatz begleitet...

Du bist durch alle Altersklassen im Verein gegangen. Was waren Deine Highlights im Juniorenbereich?
Die Highlights waren sicher für mich der Gewinn der Landesmeisterschaft bei den A-Junioren in der Saison 1995/96. Aber auch die Teilnahme an der DDR-Hallenmeisterschaft im damaligen Knaben Bereich waren etwas Besonderes. Die Trainingslager in der Schweiz oder der Gewinn eines internationalen Turniers in Frankreich sowie das Landes-Pokalfinale bei den B – Junioren, was wir leider verloren haben, sind mir noch gut in Erinnerung.

Mit 17 Jahren hast du in der „Ersten“ dein erstes Spiel bestritten. Was hat es für dich bedeutet? Wie gelang dir dieser Schritt?
Das erste Spiel im Männerbereich vergisst man nie. Es war relativ kurzfristig gegen Weimar und ich wurde als Sonderbewacher für einen Spieler eingesetzt .Wir haben das Spiel sogar gewonnen!

Was waren in deiner langen Karriere die bedeutendsten Momente?
Der Oberliga-Abstieg 2005 war sicherlich der traurigste Moment, gerade sportlich war das tragisch. Die größten Erfolge waren sicherlich die beiden Landesmeisterschaften. Menschlich gesehen das Zusammenhalten in der Kabine, weil man sich einfach mit Freunden zum Fußball spielen getroffen hat. Das war in vielen Jahren das Besondere.

Das Team Ende 90er/Anfang 2000er gilt bei vielen Fans als bestes in den 30 Jahren Eintracht. Was machte euch damals so stark?
Wir sind damals einfach als Freunde auf dem Platz gegangen! Das war unsere Stärke und zeichnete uns zu der Zeit aus.

Gab es jemals Angebote von anderen Vereinen für dich?
Ja ein gab paar gab es, z.B. vom FC Rot-Weiß Erfurt, aber am Ende war irgendwo klar, dass ich nicht wechseln werde.

Gab es für dich Mitspieler, mit denen du besonders gut harmoniert hast? Gab es besonders unangenehme Gegenspieler?
Es gab richtig viele klasse Mitspieler. Sebastian Caspar war der, der meine Fehlpässe in Tore umwandeln konnte. Marcel Kloth war zum Beispiel ein richtiger Typ, auf ihn konntest du dich immer verlassen. Lars Plachy war der, der im Hintergrund immer eine Mannschaft zusammengehalten hat und wahrscheinlich der Beste mit der Ruhe am Ball! (naja bei einem Trainer habe ich ihn erst einmal in Schutz nehmen müssen). Sven Baumann war einer, der alles für das Team gegeben hat.... und dann Daniel Menzel, einer mit dem ich mich auf dem Platz gerne gezofft habe, der aber danach alles vergessen hat! Und Enrico Gemsjäger, fast der beste Mannschaftsleiter den es gibt! Er schuldet mir aber immer noch 10 Euro! (Er weiß warum!?) Und die Kollegen Springer und Nieke sind immer noch froh, dass ich ihnen erklärt habe, was sie machen sollen auf dem Platz. Mit Burkhardt Venth und Thomas Stang hatten wir bei den jeweiligen Landesmeisterschaften zwei Top Trainer, die genau gepasst haben.

Mit 570 Pflichtspielen bist du Rekordspieler im Verein, die 128 Tore sind nur von Goalgetter Sebastian Caspar übertroffen. Was bedeuten die Rekorde für dich?
Es ist schon klasse, wenn man für seinen Heimatverein diese Spiele machen durfte, aber noch schöner ist die Tatsache, dass ich viele bzw. die meisten Spiele mit meinen Freunden zusammen machen durfte. Zum Beispiel habe ich mit Daniel Menzel seit meinem sechsten Lebensjahr zusammengespielt! Das heißt, ich habe fast jedes seiner Spiele auf ihn aufpassen können und er hat als mein langjähriger Spind-Nachbar auf mich aufgepasst.
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